Auf den Spuren der Glasmacher – TSA Wanderung 2011

Auf den Spuren der Glasmacher wandelten 35 Mitglieder der TSA nach Schmidsfelden im Gebiet der Adelegg. Nach etwa 1,5 Stunden durch Mischwälder, entlang von Tobeln und über Wiesen erreichten wir Schmidsfelden.

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Schmidsfelden – Deutschlands ältestes Glasmacherdorf 13 km südöstlich von Isny. Ab 1998, auf Initiative „Heimatpflege Leutkirch“ restauriertes Dorfmuseum mit Glashütte, Herrenhaus, Kapelle, Glasmagazin und Arbeiterhäuser.

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Glashütte – Sie wurde 1825 von Johann Baltasar von Schmidsfelden errichtet.

Durch Glasmacher Stefan Michaelis wurden wir Life in die Kunst der Glasbläserei eingeführt.Wir konnten zuschauen wie er mit der Glaspfeife arbeitete, in die er zwar bläst, aber die wichtigste Tätigkeit ist das Drehen und das Schneiden, damit ein Glas o. ä. aus der 1000° C heißen Glasmasse entstehen kann.

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Museumsführung – wir erfuhren interessantes über die Geschichte von Schmidsfelden und konnten verschiedene Exponate besichtigen.

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Glasmacherpfanne – in einer riesigen Pfanne wurden Fleisch, Spätzle und knackig gegartes Gemüse geschmackvoll gemischt und   zum Mittagessen dargereicht.

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Winterstetten – Den Abschluss unserer Wanderung bildete ein ca. 30 minütiger Fussmarsch entlang der Eschach nach Winterstetten, wo wir bei Kaffee und Kuchen unseren Wandertag ausklingen ließen.

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Gruppenfoto – im Glasmacherdorf

Wir danken Maria und Peter Gronmeier für die gute Planung und Organisation des Wandertages.

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Glas, Glas Auszug von Gerhart Hauptmann, 1964

„Glas, Glas
Was ist das?
Es ist und ist nicht,
Es ist Licht und kein Licht,
Es ist Luft und nicht Luft,
Es ist duftloser Duft.
Und doch ist es hart,
Ungesehen harte Gegenwart
Dem gefangenen Vogel, der es nicht sieht
Und den es in die Weite zieht.
Ein Lied möchte ich dichten von Glas,
Einen Hymnus ersinnen
Im Geiste tief innen vom trockenen Nass.

Glas, Glas
Was ist das?
Es glänzt wie Wasser und ist nicht nass.
Gieß Wasser in ein gläsernes Glas
Klar und rein:
Es wird Glas im Glase sein.
Und ist es Wein,
Dann ist das gläserne Glas voll Farbe und Duft,
Und selber das Glas, ist nichts oder Luft:
Eine Form aus Luft, eine Form aus Nichts,
Ein leeres, leuchtendes Kind des Lichts.
Wo bist du Glas? Ich sehe dich nicht,
Nur den Strahl, der sich in dir bricht.
Du bist vielleicht nur ein Gleichnis vom Geist,
Ein Spiegel von Bildern und Strahlen gespeist.
Geist hat weder Zeit noch Ort.“